Vereinschronik des Turnvereins Erlenbach am Main 1905 e.V.

2016 - heute Im Februar 2016 wurde eine Baufeldfreimachung für die neue TV Halle durchgeführt. Damit ist der nächste Schritt in Richtung neue Halle getan.

Im April 2016 wurde Julia Roos als Vorsitzende im Amt bestätigt und gleichzeitig wurde nach 1,5 Jahren wieder eine vollständige Vorstandschaft gewählt. 

 

2010 - 2015 Das Projekt „Hallenneubau“ erwies sich als ein sehr langwieriger und schwieriger Prozess, der nach wie vor noch nicht abgeschlossen ist. Es gab viele herbe Rückschläge, zuletzt der Stadtratsbeschluss vom 30. Juli 2014 gegen den Bau eines Kauflandes auf dem Gelände des TVE. Der Traum des baldigen Hallenneubaus war vorerst zerplatzt. Schweren Herzens entschied sich daraufhin die gesamte Vorstandschaft zum Rücktritt, welcher im Oktober 2014 vollzogen wurde. Heiko Braun erklärte sich dazu bereit noch bis zum Ende des Geschäftsjahres in seinem Amt zu bleiben. Bis zum 12. Dezember 2014 bestand die Vorstandschaft nur aus zwei Personen – Heiko Braun und der neuen stellv. Vorsitzenden Jugend Julia Roos. Nach einer langen intensiven Suche nach Kandidaten für die Vorstandschaft durch den Vereinsausschuss wurde am 12. Dezember 2014 wieder eine nahezu gesamte Vorstandschaft gewählt. Als erste Frau in der Vereinsgeschichte übernimmt Julia Roos den Vorsitz. Zu diesem Zeitpunkt hat der TVE eine Mitgliederzahl von 747 Mitgliedern.

 

2000 - 2009 Im Jahr 2000 war der TVE Ausrichter der Bayerischen Meisterschaften der Rhythmischen Sportgymnastik in der Harbighalle in Elsenfeld.

Im Jahre 2002 ging der Turnverein Erlenbach zum ersten Mal mit seiner Homepage „online“.

Das Wandern war von Anfang an fester Bestandteil unseres Vereins. In den letzten Jahrzehnten kamen Gauwanderungen dazu, welche mit großen Teilnehmerzahlen aufwarten konnten.

Im Jahr 2005 feierten wir unser 100-jähriges Bestehen verbunden mit zahlreichen Veranstaltungen, einer Festschrift und einer CD. Das Jubiläumsjahr war ein voller Erfolg.

2006 wurde der Nachfolger von Gerd Braun Josef Hauck. Unter seiner Leitung wurden die Abteilungen Kinderturnen, Feldhockey und der Kurs Zumba® Fitness sowie das Projekt „Hallenneubau“ ins Leben gerufen.

 

1990 - 1999 Im Frühjahr 1992 musste Wolfgang Scholze sein Amt als erster Vorsitzender aus beruflichen Gründen niederlegen. Norbert Abt übernahm das Steuer für die folgenden zwei Jahre. Er führte nun die von seinem Vorgänger eingeleitete Renovierung der Turnhalle zum Abschluss.

Seit dem Sommer 1994 leitet Gerd Braun die Geschicke des Vereins mit seinen jetzt rund 1100 Mitgliedern. Hinter der Turnhalle wurde ein Beachvolleyball-Platz angelegt. Auf diesem zu spielen, bedeutet ein völlig neues Spielgefühl - wie am Meeresstrand. Durch die jetzt vorhandenen guten Sportmöglichkeiten (Halle und Turnplatz) erfolgte eine weitere Steigerung der sportlichen Aktivitäten.

1995 wurde die Feier zum 90-jährigen Bestehen des TVE in der Barbarossahalle gefeiert. 
1995 wurde die Abteilung Akrocats gegründet. 1996 feierte der TVE das 70 jährige Bestehen der Abteilung Handball.

Das Gauturnfest des Turngau Main-Spessart 1997 wurde vom TVE auf den Geländen der Hauptschule und des Gymnasiums ausgerichtet. Alle Abteilungen waren in die Vorbereitungs- und Durchführungsarbeiten integriert.

1999 wurde die Abteilung Tanz und Aerobic gegründet. (Heute: "Tanzgruppe Expression")

Im Jahr 1999 hat Christel Schmuck unsere heutige Vereinsfahne entworfen und in Handarbeit gefertigt. Das Beschaffen dieses wertvollen Stückes war nur durch zahlreiche Spenden der Vereinsmitglieder möglich. Die Fahnenweihe erfolgte in einem feierlichen Rahmen.

 

1980 - 1989 1980 feierte der TVE sein 75-jähriges Bestehen. In den Jahren 1985 und 1986 richtete der Turnverein Erlenbach die Unterfränkischen Sprint- und Seniorenmeisterschaften im Schwimmen aus.“ „Ebenfalls im Jahr 1986 lud der TVE zur Bayerischen Meisterschaft der Rhythmischen Sportgymnastik ein. Der Mitgliederbestand betrug zu dieser Zeit 260 Kinder, 124 Jugendliche, 558 Erwachsene.

1986 entstand die Abteilung Gymnastik und Tanz und im Herbst 1988 das Seniorenturnen.
Mit der Einweihung des neuangelegten Tartan- Allwetterplatzes hinter der Turnhalle wird am 4.6.1989 ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Turnvereins gesetzt.

 

1970 - 1979 Die beim Wiederaufbau mit einkalkulierte und geplante Erweiterung der Turnhalle erfolgte 1970/71 und bot den damals 600 Mitgliedern des Vereins Erholung bei Sport und Spiel in vielerlei Hinsicht. Erlenbach hatte zu dieser Zeit 6400 Einwohner. 1973 entstand die Abteilung Kinderturnen.

In den 70er Jahren übernahm der Verein mehrere überregionale Veranstaltungen der Leichtathletik und Wettkampfgymnastik. So war der Verein im Juni 1974 Ausrichter der Bayerischen Leichtathletik- Meisterschaften der Jugend, welche im Elsenfelder Spessartstadion durchgeführt wurden. Ein weiterer Höhepunkt waren die Deutsche Jugendmeisterschaft in der Wettkampf-Gymnastik im November des gleichen Jahres in der Barbarossa-Halle. Als im Jahre 1976, in der die Abteilung Volleyball gegründet wurde, das Bayerische Landesturnfest kurzfristig an den Landkreis Miltenberg vergeben wurde, war es der TV Erlenbach, der mit der Durchführung des Orientierungslaufes im Erlenbacher Wald und der Abwicklung des weiblichen Kunstturnens wesentlich zum Erfolg dieser Großveranstaltung beitrug. Im Juni 1978 wurde vom Bayerischen Leichtathletik-Verband dem TV Erlenbach die Ausrichtung der Schülermehrkampf-Meisterschaften der Leichtathleten übertragen, und auch diese Veranstaltung ging mustergültig über die Bühne.

Das Jahr 1979 brachte eine Besonderheit mit, denn es wurde Kontakt zum TVE der gleichnamigen Gemeinde Erlenbach am Zürichsee in der Schweiz aufgenommen. Bei mehreren gegenseitigen Besuchen wurden Brücken geschlagen und Freundschaften vertieft.

 

1958 - 1969 Als dann im Jahre 1959 der vergrößerte Turnplatz neben der Halle eingeweiht werden konnte, waren ideale Verhältnisse für einen vielseitigen Sportbetrieb geschaffen.
1959 entstand die Abteilung Faustball. Die inzwischen zu klein gewordene Halle wurde umgebaut. WC- und Duschanlagen wurden erweitert und das Vereinszimmer wurde Vergrößert. Der sportliche Betrieb lief auf vollen Touren und immer wieder waren Turnerinnen und Turner auf Deutschen Turnfesten, Gaufesten und sonstigen Veranstaltungen mit sehr viel Erfolg vertreten.

1964 gründeten dann die Leichtathleten ihre eigene Abteilung.

In der Generalversammlung am 14. März 1964 übergab der langjährige 1. Vorsitzende Willy Zöller die Vereinsführung an Heinz Völker. Aufgrund seiner Verdienste um den Turnverein Erlenbach wurde Willy Zöller einstimmig zum Ehrenvorstand ernannt.

1965 entwuchs aus der Mädchenturnabteilung die Gymnastikabteilung, welche in den folgenden Jahren bis heute große Erfolge in der Rhythmischen Sportgymnastik verbuchen konnte. Auch die Kegler schlossen sich in diesem Jahr zusammen, um in der neugebauten Frankenhalle wöchentlich in geselliger Runde eine ruhige Kugel zu schieben.
Einige Zeit lief das Vereinsgeschehen in ruhigen Bahnen und sportliches, wie auch geselliges Leben im Verein brachten immer wieder Höhepunkte.

Der schwärzeste Tag des Turnvereins war als, am Faschingsdienstag, dem 7. Februar 1967, die Turnhalle während eines Kindermaskenfestes ein Raub der Flammen wurde. Unter dem Musikpodium brach ein Brand aus, der sich in Windeseile ausbreitete. Wie durch ein Wunder kam niemand zu Schaden und alle 400 Kinder konnten unversehrt aus der Halle geführt werden. Die Anteilnahme der Bevölkerung und der Orts- und Gauvereine war sehr groß. Verschiedene Veranstaltungen, wie ein Turnländerkampf Bayern - Niedersachsen und ein Handballspiel Großwallstadt - Sulzbach brachten erste Mittel zum Wiederaufbau der Halle. Und wieder mussten die Idealisten unter den Turnern ans Werk und der 1. Vorsitzende Heinz Völker hatte manche Hürde zu überwinden, ehe am 29. Juni 1968 die Halle wieder ihrer Bestimmung übergeben werden konnte. In diesem Jahr ist die Abteilung Mutter- und Kindturnen entstanden.

 

1949 - 1957 Willy Zöller schaffte in den Nachkriegsjahren die personellen und materiellen Voraussetzungen für wieder reges und sportliches Vereinsleben. Damit wurde auch der Grundstein für die sich bald anbahnenden sportlichen Erfolge des Vereins gelegt.
Auf Grund seiner erfolgreichen Aktivitäten wurde er am 6. März 1949 zum Ersten Vorstand des Vereins gewählt. Seinem Weitblick und unermüdlichen Einsatz war es zu verdanken, dass noch im gleichen Jahre der Beschluss gefasst wurde, auf dem inzwischen von der Gemeinde an den Turnverein abgetretenen Turnplatz am Seeweg eine Vereins eigene Halle zu errichten. Zu dieser Zeit hatte Erlenbach 3400 Einwohner und davon waren 180 Mitglied im Turnverein. Im Juni 1950 wurde der erste Spatenstich für den Hallenbau gemacht und die Arbeit der Idealisten begann. An Barmitteln waren sage und schreibe DM 500,— vorhanden, aber die Begeisterung der Turner kannte keine Grenzen. In über 16000 freiwilligen Arbeitsstunden wurden Bruchsandsteine per Hand gebrochen, 92000 Schlackensteine aus selbstgegrabener Schlacke der Glanzstoff-AG gefertigt und Erdarbeiten sowie Fundamente in Eigenleistung ausgeführt.

Zusätzlich zu den Belastungen, die ein solches Werk mit sich bringt, wurde im Jahre 1951 das Gauturnfest nach Erlenbach vergeben und mustergültig durchgeführt.

Termingemäß konnte die Halle am 16. Dezember 1951 in Betrieb genommen werden.
Am 24. Mai 1952, im Rahmen einer größeren Feier, wurde sie als „Friedrich-Ludwig-Jahn-Turnhalle" eingeweiht.

Mit Stolz konnten die Erbauer auf ihr Werk blicken, ein Werk, das der Jugend über Jahre hinaus als Stätte der Körperertüchtigung dienen sollte, aber auch daran erinnert, was Gemeinschaftsgeist zu bewältigen vermag.

Nach Fertigstellung der Turnhalle herrschte reger Sportbetrieb in allen Bereichen. Eine der stärksten Abteilungen dieser Zeit hatte der Verein mit der Turnerinnen-Riege, die einen Großteil der Gauriege stellte. Namen wie Elfriede Oberle, Renate Kroth, Adelgunde Schneider u. a. waren zu dieser Zeit in Fachkreisen ein Begriff. Auch die Leichtathleten konnten bei Gauturnfesten und Kreismeisterschaften beachtliche Erfolge erzielen. Namen wie Brigitte Hornung, Elfriede Oberle, die Geschwister Heger sowie bei den Turnern Kurt Bauer, Günther Krumrey und bei den „alten Hasen" Willy Zöller und Ludwig Stegmann tauchten immer wieder auf.

Neugründungen der Abteilungen waren 1955 die Frauengymnastik und 1957 das Jedermannturnen.

 

1939 - 1948 Das Vereinsleben wurde durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges jäh unterbrochen. Ein Großteil der Mitglieder, besonders der jungen Turner, wurde zu den Waffen gerufen.
Die Bilanz am Ende des Krieges war eine verheerende: 16 von ihnen kehrten nicht mehr zurück und 7 galten als vermisst. Bedingt durch die vielen Verluste, kam das Vereinsleben nur schleppend in Gang. Zunächst galt es vollkommen neu zu beginnen, sogar die Zustimmung zur Wiederaufnahme des Vereinsbetriebes musste bei den Amerikanern eingeholt werden. Kilian Ebert trug sich in dieser schweren Zeit in die Chronik der Vereinsvorstände von 1945 bis 1948 ein. Unter seiner Leitung fanden sich damals die aus Krieg und Kriegsgefangenschaft heimgekehrten Turner wieder zu erstem sportlichen und auch gesellschaftlichen Tun zusammen.

 

1933 - 1938 Besonders in den 30er Jahren nahm der Verein enormen Aufschwung und Namen wie Willy Zöller als Turner, Leichtathlet und Handballer, sowie Ludwig Stegmann als Schwimmer oder die Namen Becker, Berninger, Deckert, Zöller u. a. tauchten immer wieder in den Siegerlisten bei Veranstaltungen des Vereins, des Gaues oder sogar bei Deutschen Turnfesten auf. Erwähnt seien die kulturellen Veranstaltungen wie Theateraufführungen bei Weihnachtsfeiern, Maskenbällen an Fasching und die sogenannten "KNEIPP-Abende", bei denen es immer zünftig zuging.

Die Dreißiger Jahre stellten ganz besondere Ansprüche an den Vorstand, wollte der Turnverein sein Eigenleben wahren. Von 1933 bis 1945 leitete Alois Zöller mit viel Geschick und Einfühlungsvermögen den Verein.

1938 nahm eine Gruppe aus Erlenbach an den Wettkämpfen beim Deutschen Turnfest in Breslau teil.

 

1926 - 1932 Erst im Jahre 1926 unter der Leitung von Wilhelm Berninger, wurde der Verein wieder aktiv. Zu diesem Zeitpunkt wurden erstmals die Waldläufe im Gau eingeführt und der Turnverein Erlenbach mit deren Ausrichtung beauftragt. Erster Sieger wurde ein junger Turner namens Willy Zöller, dessen Name später in der Vereinsgeschichte noch eine bedeutende Rolle spielen sollte. In Mömlingen fand ein Gauturnfest statt. Dazu wurden die Teilnehmer aus Erlenbach mit einem Pferdefuhrwerk gebracht, das ein Gönner zur Verfügung gestellt hat. 
Im Jahre 1926 erfolgte die Gründung der Handballabteilung, die in der Folge großen Aufschwung nahm und weit über den Gau hinaus beachtliche Erfolge verbuchen konnte. Wilhelm Berninger leitete 1925/1926 den Verein und Franz Oberle übernahm 1926/1927.

In den Jahren 1928 bis 1932 stand Heinrich Berninger noch einmal als Erster Vorstand zur Verfügung. Zur damaligen Zeit übten die Aktiven des Vereins auf dem mit Turngeräten ausgestatteten Turnplatz am Seeweg, dem späteren Standort unserer Turnhalle. Für die Turnstunden stand der Saal des Gasthauses „Zum Engel" zur Verfügung, für die damaligen Verhältnisse eine großzügige Räumlichkeit. Die Handballer konnten den „Handballplatz", ein vereinseigener Sportplatz in der Flurabteilung „Am Gewanne", nutzen.

 

1911 - 1925 Bereits bei der Gründung des „Kraft-Sport-Clubs“ gab es den Wunsch einiger Gründungsmitglieder diesen als Turnverein zu führen und sich damit auch voll im Bereich Turnen zu integrieren. Die Umbenennung zum „Turnverein Erlenbach a. Main von 1905“ erfolgte am 7. Juli 1911.

Mehrere Männer des jungen Vereins machten sich neben dem Kraftsport die Turnkunst Turnvater Jahns zueigen. An einem kleinen Platz an der "Brechhalle" der sich hinter dem ehemaligen Kriegerdenkmal befand, erfolgten dann die ersten Gehversuche.

Noch im Jahr 1911 übernahm Heinrich Berninger die Leitung des Vereins. Er führte den Verein durch die schweren Kriegs- und Nachkriegsjahre. In dieser Zeit lebten in Erlenbach ca. 900 Einwohner. Der Verein hatte etwa 50 Mitglieder. Der Vereinsbeitrag betrug vor der Inflation 3,60 Mark im Jahr. Das Vereinsgeschehen kam, bedingt durch die Folgen des ersten Weltkrieges, nur mühsam vorwärts. 1924 bis 1925 leitete August Waigand das Vereinsgeschehen.

 

1905 - 1910 In vielen großen Städten entstanden um die Jahrhundertwende Turnvereine nach dem Vorbild von Turnvater Jahn. So trafen sich am 30. Juli 1905, einem Sonntag, in der Gastwirtschaft „Zur Traube" 20 junge Männer, um den „Kraft-Sport-Club" Erlenbach zu gründen. Zum Ersten Vorsitzenden wurde Josef Zöller II gewählt. Der Verein betrieb zunächst ausschließlich den Stemm- und Ringsport. Beachtliche Erfolge stellten sich schon bald ein. Herausragendstes Ereignis für den jungen Verein dürften die „Süddeutschen Athleten-Meisterschaften" gewesen sein, die unter der Regie der Erlenbacher Kraftsportler im Jahre 1909 auf dem sogenannten „Scheitplatz", dem Gelände der heutigen Schiffswerft, ausgetragen wurden.